Morgengrauen
Morgengrau. Am Ende des Hofes, da wo das Grün beginnt, stehen sie und rauchen.
Warum sind sie hier?
Keiner nennt die Schuld, die sie eint.
Sie haben sich Tag für Tag die Vorwürfe angehört, die Zurechtweisungen. Sie haben genickt und geheult und weitergemacht, statt aufzustehen und fortzugehen ohne Gruß.
Sie haben nachts nicht schlafen können und sind fett geworden und krank und sind doch jeden Morgen wieder eingezogen in die langen Flure, in denen sie nichts hörten als die Schreie der Kinder.
Sie sind in die Räume gegangen, haben geknurrt, geschrien, geflüstert, gesäuselt, bis die Schreie aufhörten, die Köpfchen sich nach Plan senkten und die Händchen zu kritzeln begannen. Sie sind in den nächsten Raum gegangen und immer so weiter und würden das immer weiter so machen.
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